Landausflüge in Kirkwall

Landausflüge in Kirkwall

Orkney auf einen Blick

Etwa zehn Kilometer nördlich der Küste Schottlands beginnt die Inselgruppe der Orkney Islands. Zwanzig Inseln sind bewohnt. Auf der Hauptinsel „Mainland“ befinden sich die wichtigsten Städte Kirkwall (ca. 7.000 Einwohner) und Stromness (ca. 2.000 Einwohner). Insgesamt leben nur ca. 21.000 Menschen auf den Orkney Inseln. Die Bevölkerung ist seit vielen Jahren rückläufig. Viele Einwohner haben skandinavische Vorfahren, da die ursprünglich keltisch besiedelten Inseln von Wikingern erobert und besiedelt wurden. Viele Ortsnamen und im örtlichen Dialekt verwendete Worte haben daher skandinavischen Ursprung. Die Menschen fühlen sich Norwegen verbunden. Erst 1468 kam Orkney und Shetland, als Mitgift der dänischen Gemahlin des schottischen Königs James I., wieder in schottischen Besitz.

Hauptattraktionen für Landausflüge in Kirkwall sind, neben Natur und der Landschaft, die bemerkenswerten vor- und frühgeschichtlichen Funde, die auf weitaus bessere natürliche Bedingungen früherer Jahrtausende hinweisen. Wie die benachbarten Shetland Inseln sind auch die Orkney Inseln mittlerweile eine beliebtes Ziel von Nordland Kreuzfahrten. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in Kirkwall. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Cruise Orkney.

Der Hafen

Kreuzfahrtschiffe in Kirkwall

Kreuzfahrtschiffe in Kirkwall

Die meisten Kreuzfahrtschiffe laufen den Hauptort Kirkwall an. Hier gibt es mit dem Hatston Quay einen Pier für große Kreuzfahrtschiffe. Dieser befindet sich ca. 4 Kilometer vom Zentrum der kleinen Inselhauptstadt entfernt. Ein kostenloser Shuttlebus bringt die Urlauber zum Kirkwall Travel Centre im Zentrum. Ist der Pier besetzt, ankern Kreuzfahrtschiffe vor der Küste und fahren die Urlauber mit Tendern direkt ins Ortszentrum. Kleine Kreuzfahrtschiffe können ebenfalls stadtnah festmachen.

Dort wo die Kreuzfahrer an Land kommen, gibt es einen „Meet and Greet Service“ der Touristeninformation. An den Ständen werden Karten und ein Reiseführer (auch in deutscher Sprache erhältlich) verteilt. Die wichtigste Anlaufstelle für Urlauber, die Landausflüge in Kirkwall auf eigene Faust planen, ist moderne Visitor Information Centre im Ortszentrum, das von Visit Scotland betrieben wird.

Stand der Touristeninformation am Hatston Quay

Stand der Touristeninformation am Hatston Quay

Die kleine Inselhauptstadt Kirkwall kann man natürlich bequem zu Fuß erkunden. Sehenswürdigkeiten auf Mainland kann man auf eigene Faust mit dem Bus (stagecoachbus.com), Taxen oder einem Mietwagen erreichen. Das führende Taxiunternehmen in Kirkwall ist Craigies Taxis (craigiestaxis.co.uk), die auch Rundfahrten über die Insel anbieten. Mietwagen bekommt man bei einigen Verleihern in Kirkwall, darunter bekannte Marken wie Avis, Europacar oder National. Wir würden ein Fahrzeug frühzeitig vorbestellen.

Unweit der Touristeninformation gibt es auch einen Fahrradverleih. Die Firma heißt Cycle Orkney (cycleorkney.com). Ein normales Fahrrad bekommt man für 15 £, ein Ebike für 20 £ pro Tag. Eigentlich alle Sehenswürdigkeiten sind auf der recht flachen Insel durchaus mit dem Fahrrad erreichbar.

Vereinzelt laufen Kreuzfahrtschiffe auch die Fährhafen der kleinen Stadt Stromness auf der anderen Seite der Hauptinsel an.

Highlights für Landausflüge in Kirkwall

Costa Kreuzfahrten in Kirkwall

Costa Kreuzfahrten in Kirkwall

Der nordische Ursprung des Stadtnamens Kirkwall (kirkjuvagr = Kirchenbucht) deutet auf die normannischen Gründer und die vermutlich schon im 8. Jahrhundert gegründete Mission hin. Ein Bummel in der alten Stadt ist durchaus lohnenswert.

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Westteil von Mainland. Herausragende vorgeschichtliche Monumente sind der Ring of Brodgar und das nach zufälliger Freiwehung ausgegrabene jungsteinzeitliche Dorf Skara Brae an der Westküste. Orkney ist eines der Ziele, dass man ohne Nordland Kreuzfahrt vermutlich nie besucht hätte. Gerade das macht Kreuzfahrten so interessant.

Kirkwall

St-Magnus-Kathedrale

St-Magnus-Kathedrale

Wer keine Landausflüge ins Hinterland gebucht hat, könnte einen Bummel durch Kirkwall machen. Von der Hauptstraße Albert Street zweigen enge Gässchen ab, die zu einer Erkundung einladen. Sehenswert ist die rötliche St. Magnus Cathedral, die inmitten des grünen Friedhofes mit schönen alten Grabsteinen steht. In der Nachbarschaft stehen der verfallene Bischofspalast (guter Ausblick vom Turm) sowie auch der Renaissancebau des nie vollendeten Earl’s Palace. In einem der vornehmeren Häuser der Stadt Kirkwall – Tankerness House – ist das historische Museum untergebracht. Hier bekommt man vielfältige Einblicke in das Leben seit der Steinzeit über die Wikinger bis heute. Eine örtliche Besonderheit sind die von vor- und frühgeschichtlichen Funden inspirierten Silberschmuckstücke, sonstiges Kunsthandwerk und Wollwaren.

Etwa zwei Kilometer außerhalb von Kirkwall befindet sich die Whiskeybrennerei Highland Park (highlandparkwhisky.com), die nördlichste Whiskybrennerei Schottlands. Es gibt täglich mehrere Führungen.

Skara Brae

Skara Brae

Skara Brae

Skara Brae gilt als das besterhaltene jungsteinzeitliche Dorf Europas und war vermutlich zwischen 3.100 und 2.500 v. Chr. bewohnt. Über Jahrtausende lag es unter einer riesigen Sanddüne verborgen, bis 1850 ein Sturm die Gebäude mit steinzeitlichen Möbeln freilegte. Mittlerweile sind die Häuser zwar für den Publikumsverkehr geschlossen, das Dorf selbst aber kann besichtigt werden. Ein Besucherzentrum informiert über das prähistorische Alltagsleben der Menschen, und die originalgetreue Rekonstruktion eines ihrer Häuser macht mit steinzeitlicher Wohnkultur vertraut.

Ring of Brodgar

Ring Of Brodgar

Ring Of Brodgar

Nur wenige Kilometer südöstlich von Skara Brae befindet sich der Ring of Brodgar, ein gewaltiger Steinkreis, der mit einem Durchmesser von 110 Metern größer als die Anlage von Stonehenge ist.

Maes Howe

Circa 4.500 Jahre alt ist Maes Howe, einer der größten Megalithgrabhügel überhaupt. Die erstaunliche Präzision, mit der die steinzeitlichen Baumeister zu Werk gingen, versetzt bis heute in Erstaunen. Die Runensammlung, die in dem Grab gefunden wurde, stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und gilt als größte der Welt. Im Inneren findet man zudem „Wandschmierereien“ von Wikingern, die hier vor ca. 1.000 Jahren überwinterten.

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